Es war eine lange Wartezeit. Zwölf Jahre musste Energie Cottbus auf diesen Moment hinfiebern – und nun ist es endlich soweit. Der Klub aus der Lausitz steht wieder auf der Bühne der 2. Bundesliga. Zum Auftakt empfangen die Cottbuser am Wochenende Hannover 96, einen etablierten Gegner mit deutlich mehr Erfahrung auf dieser Ebene.
Die Rückkehr in Deutschlands zweithöchste Spielklasse ist für den Verein ein Erfolg, der sich anfühlt wie eine Befreiung. Lange Jahre des Kampfes in den unteren Ligen liegen hinter ihnen. Doch die Freude über den Aufstieg weicht schnell einer anderen Realität: Jetzt geht es darum, in dieser Liga zu bestehen. Klassenerhalt statt Meisterschaft – das ist die ehrliche Aufgabe für die kommende Saison.
Die Hoffnungen des Vereins ruhen vor allem auf zwei Säulen. Da wären zunächst die etablierten Torjäger im Kader – spielerstarke Stürmer, auf die sich das Trainer- und Funktionsteam verlässt. Sie haben bereits bewiesen, dass sie Tore schießen können, müssen ihre Form aber auch gegen deutlich stärkere Gegner unter Beweis stellen. Ein Neuzugang soll die Mannschaft zusätzlich verstärken. Welcher Spieler genau mit ins Boot kommt, wurde bislang nicht öffentlich gemacht, doch im Transferwinter brodelt es in der Cottbuser Geschäftsstelle.
Hannover 96 wartet als klassischer Gegner auf dem Plan – nicht unbedingt das leichteste Lokal für einen Rückkehrer. Die Niedersachsen kennen diese Liga, sie kennen die Anforderungen. Für Energie Cottbus wird es darum gehen, von Beginn an selbstbewusst aufzutreten. Die kleine, aber leidenschaftliche Fangemeinde in Cottbus wird jeden Kilometer mit dem Team gehen – das merkt man spätestens, wenn man die Stadionatmosphäre selbst erlebt hat, wie dicht die Fans am Platz sitzen.
Was folgt, ist eine lange Saison. 34 Spieltage liegen vor dieser Mannschaft. Jeder einzelne wird zählen. Ob die Mix aus etablierten Akteuren und neuen Gesichtern tatsächlich reicht, um oben zu bleiben und nicht in die Abstiegsregion zu rutschen, wird sich erst im Laufe der kommenden Monate zeigen. Für Sonntag jedenfalls steht eines fest: Cottbus will zeigen, dass die Rückkehr kein glücklicher Zufall war.